Jüdische Schuhfabrik – Ein verlassener Ort geprägt von Nationalismus und Enteignung
Die einstige jüdische Schuhfabrik – geprägt von Volksverhetze, vielen Veränderungen und einem stätigem auf und ab. Eine Geschichte die sehr bewegend ist und ein Lost Place Abenteuer mit spannenden Eindrücken. Reise mit mir durch die Zeit dieses vergessenen Ortes und lasse dich durch meine Bilder tiefer in dieses Abenteuer eintauchen.
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Die Geschichte – Vom Handel mit Tierhäuten bis zur Schuhfabrik
Die Geschichte der Fabrik beginnt bereits Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie gehörte einer jüdischen Familie, welche hier zu Anfang noch Handel mit Tierhäuten betrieb. Daraus entwickelte sich im Laufe der Jahre eine Schuhfabrik. Ende der 1930er-Jahre wurde die jüdische Familie im Zuge der nationalsozialistischen ‚Arisierung‘ enteignet. Jüdische Unternehmer wurden systematisch aus dem Wirtschaftsleben gedrängt und so ihrer Betriebe beraubt.











Nutzung der jüdischen Schuhfabrik nach der Enteignung
Nach der ehemaligen Nutzung als Lederwaren- und Schuhfabrik wurde der Betrieb umgestellt auf die Metallverarbeitung. Die neu genutzte Metallfabrik wurde nach Beschlagnahmung der Nazis zunächst für den Rüstungs- und Waffenbau genutzt. Nach dem Ende des Nationalsozialismus lief die Fabrik als normale Metallwarenfabrik bis ungefähr in die 80ger Jahre weiter. Es lässt sich aus verschiedenen Quellen vermuten, dass die Metallfabrik zum Teil von der deutschen Bahn als Lager und Gerätebau verwendet wurde. Seit ungefähr den 90er Jahren steht die einstige jüdische Schuhfabrik leer. Sie ist seitdem bis heute ein sehr erstaunlicher Lost Place mit spannenden Eindrücken aus längst vergangen Tagen.












Meine Erlebnisse in der faszinierenden Industrieruine
Als erste Lost Place-Erfahrung überhaupt war das Durchschreiten dieses beeindruckenden Firmengeländes ein beeindruckendes Erlebnis. Schon wie wir auf dem Gelände ankamen, wurden wir überwältigt von dem natürlichen Verfall des Verwaltungsgebäudes. Mit einem großen Eingangstor, dass uns den „Eingang in die Vergangenheit“ bot, wurden wir empfangen. In sämtlichen Etagen der einstigen Industrieanlage standen uralte Maschinen und Geräte – zum Teil noch gut erhaltene Stanzen und Pressen – die von einem damaligen, regen Arbeitsalltag zeugten. Es war bildlich vorstellbar, wie die Produktion früher ablief und das Geräusch der Maschinen und Arbeitsprozesse war im Kopf zu hören. Regale mit alten Werkzeugen und Kisten voller Metallspäne ließen auf die mühevolle Arbeit ehemaliger Firmenproduktion hinweisen, für die heutzutage nur wenige Klicks modernster Maschinen nötig sind.











Jüdische Schuhfabrik – Imposante Ruine früherer Baustile
Die einstige und heute sehr verwaiste jüdische Schuhfabrik bietet als sehr beeindruckender Lost Place einen wirklich interessanten Einblick in den Arbeitsalltag längst vergangener Zeiten. Die ehemalige Fabrikanlage ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Das Zusammenspiel aus Ruinen früherer Baustile und natürlicher Zurückeroberung durch Efeusträngen und eingewachsener Äste bot ein malerisches, fast surreales Gesamtbild der Industrieanlage.
An dieser Stelle bedanke ich mich für deinen Besuch. Schaue doch auch auf Instagram oder auf Facebook vorbei und/oder Kontaktiere uns persönlich. Gebe uns auch gerne Feedback – wir freuen uns von dir zu hören. 😊
Beste Grüße
Moni – Die Vergessenen Orte



