Verlassenes Wochenendhaus am See: Eine urbane Erkundung
Ich nehme dich mit auf die Spuren der Vergangenheit. Ein verlassenes Wochenendhaus, in dem die Zeit augenscheinlich stehen geblieben ist, bietet viele Einblicke in die Vergangenheit. Ich gebe dir einige Einsichten in die Geschichte des leerstehenden Gebäudes und lasse dich an meiner Erkundung teilhaben.
Lesezeit: ca. 6 Minuten
Die bewegende Geschichte vom verlassenen Haus am See
Das heute verlassene Wochenendhaus am See war einst ein wunderschöner und idyllischer Rückzugsort eines Herren, der aus einer nahegelegenen Stadt auf diesem Grundstück seine Wochenenden verbrachte. Er wollte sich erholen von dem ganzen Trubel in der Stadt und so seine freien Tage an diesem See in aller Stille und Ruhe ausklingen lassen. Hin und wieder brachte er seinen behinderten Sohn mit und zusammen pflegten sie das Grundstück oder genossen einfach nur die Idylle.
Vor allem der Garten war zu dieser Zeit immer sehr gepflegt. Es blühten vor allem viele Blumen, aber auch Hecken und Sträucher zeigten ihre Pracht. Alles in allem soll das Ferienhaus und das Grundstück zu den bewohnten Zeiten ein sehr gepflegter und prächtiger Ort gewesen sein. Hin und wieder fuhren die beiden auch mit dem Boot auf den am Grundstück anliegenden See hinaus, angelten, planschten im Wasser oder genossen einfach nur das tolle Wetter in dieser beschaulichen Umgebung.
Zum Ende hin kamen die beiden leider immer seltener zu ihrem Haus am See, was 2011 dazu führte, dass sie das Gebäude und das Grundstück an einem Dorfbewohner verkauften. Dem Dorfbewohner gehörte schon seit längerem der See und weitere Grundstücke in dieser Umgebung. Nun besaß er auch noch das bis heute verlassene Wochenendhaus am See um das er sich nie kümmerte. Er ließ einfach alles wie es ist – inklusive der Einrichtung – und ließ diesen friedvollen Ort verfallen.
Mein Urbex-Abenteuer: Ein verlassenes Wochenendhaus
An einem vernebelten Morgen brach ich mal wieder zu einer Lost-Place-Erkundung auf. Die Urbex-Ausrüstung war gepackt und das Ziel – ein verlassenes Haus am See – war anvisiert. Nach relativ kurzer Anfahrt konnte ich dieses malerische Gelände – umhüllt von leichtem Nebel – schon von der Straße aus betrachten. Der Weg dorthin war unbeschwerlich und die Haustür stand weit offen. So war der Zugang einfach und ich konnte das einst bewohnte Gebäude betreten.
Der erste Eindruck hat mich direkt überrascht. Es befand sich noch sehr viel Einrichtung und persönliche Gegenstände in dem einst belebten Wochenendhaus. Der erste Raum war das Wohnzimmer und es ließen sich hier sehr viele beeindruckende Motive für meine Lost-Place-Fotos finden. Von Sofa, Tischen und Schränken über Kalender an der Wand und Gläser im Schrank war hier noch alles an seinem Platz. Hier genossen die einstigen Bewohner ihre Abende und erzählten sich gemeinsam Geschichten oder schauten fern.









Nach einer Zeit erkundete ich die anderen verlassenen Räumlichkeiten, unter denen sich auch die Küche befand. Auch hier war noch alles an seinem Platz: Kalender, Utensilien zum Kochen und vieles mehr. Das war ein beeindruckender Einblick in das einstige Leben und die Idylle, die an diesem Ort einst herrschte. Auch der Aufenthaltsraum und das Bad waren noch vollkommen unberührt. Kein Vandalismus, einfach so, wie es einst zurückgelassen wurde. Was auffällig war: Die Einrichtung war überwiegend noch aus den 50er- oder 60er-Jahren.












Haus am See: Das Obergeschoss und der Außenbereich
Später wagte ich mich die schmale und knarrende Treppe im Dunkel des leerstehenden Wohnhauses hinauf. Angekommen im Obergeschoss fand ich noch die gemachten Betten – sowohl für die Bewohner als auch für Gäste – vor. Alles sah noch aus wie früher und es verleitete auch ein wenig zu einem kleinen Mittagsschläfchen (auch wenn’s noch Vormittag war 😜). Fernseher, Kissen, Schuhe und Decken waren an Ort und Stelle und gewährten mir so spannende Einblicke in die Vergangenheit des heute verlassenen Wochenendhauses.











Nachdem ich das ehemalige Wohnhaus erkundet habe, nahm ich mir den Außenbereich vor. Direkt vor der Eingangstür befand sich eine kleine Terrasse. Umsäumt von Efeu und anderen Rankenpflanzen, strahlte sie eine arkadische Atmosphäre aus. Direkt daneben befand sich ein kleiner Bootsanleger – umgeben von Büschen und Sträuchern. Hier befand sich noch das kleine Boot, mit dem die Familie in der Vergangenheit oft den See befuhr. Der vom Nebel behauchte See im Hintergrund stellte ein malerisches Bild dar und so genoss ich noch ein wenig die Ruhe und Idylle dieses tollen Lost Place.




Ich habe nun einige Zeit auf diesem verwaisten Gelände verbracht und schöne Urbex-Fotos erhaschen können. Nachdem ich kurze Zeit dort verweilte und den Stimmen der Vergangenheit lauschte, verließ ich schließlich dieses Anwesen. Ich blicke heute zurück auf ein verlassenes Wochenendhaus am See und denke gerne daran, wie es dort einst gewesen sein muss. Es ist wirklich ein sehr malerischer Ort am Rande eines Dorfes und sehr schade, dass dieser Ort nicht mehr belebt wurde.
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Beste Grüße
Dave – Die Vergessenen Orte



